Thema Beitrag der Versicherten

Künstler­sozialkasse – Beitrag der Versicherten

 

Versicherte zahlen den Künstlersozialkasse Beitrag und sind rundum versorgt wie ein Arbeitnehmer. Freischaffende Künstler genießen in Deutschland ein Privileg, das einmalig in Europa ist. Sie müssen zwar in die gesetzliche Sozialversicherung einzahlen, brauchen aber nur die Hälfte der Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung aus eigener Tasche zahlen. Den Arbeitgeberanteil übernimmt mit der Künstlersozialkasse (KSK) eine Behörde, die ihren Sitz in Wilhelmshaven hat.

Wer darf bei der Künstlersozialkasse Beitrag zahlen?

Ob freiberufliche Journalisten, Schriftsteller, Musiker oder Schauspieler, sie alle haben die Möglichkeit, sich bei der Künstlersozialkasse anzumelden.


Wenn Sie zum Aufnahmeprozedere Fragen haben, können Sie sich gerne als Mitglied unseres Vereins telefonisch oder per E-Mail an uns wenden. Nichtmitglieder beraten wir in einem Erstgespräch kostenlos. Zum besseren Verständnis: Die Künstlersozialkasse ist keine Krankenversicherung! Sie entscheidet lediglich, wer nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) die Aufnahmekriterien erfüllt. Sie zieht die Versicherungsbeiträge der Künstler ein und gibt sie an die Krankenkasse weiter, die jeder freiberufliche Künstler selbst wählen kann. Auch der Rentenbeitrag und der Beitrag für die Pflegeversicherung wird von der Künstlersozialkasse weitergeleitet.

Zahlt mein Auftraggeber der Künstlersozialkasse Beitrag?

Verwerter wie Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Galerien, Theater und andere Veranstalter müssen eine Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse zahlen. Zusammen mit einem Zuschuss vom Bund ergibt sich so der Arbeitergeberanteil. Für jeden freischaffenden Künstler, der zur Künstlersozialkasse gehört, bedeutet das eine jährliche Ersparnis von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro. Es spielt eine untergeordnete Rolle, ob Sie selbstständig, als Gewerbetreibender oder als sonstiger freier Mitarbeiter tätig sind. Wichtig ist in erster Linie die Frage: „Wer bezahlt Sie per Rechnung oder Honorar für welche Leistung?“

Keinen Zugang zur Künstlersozialkasse erhalten Personen, die in einem Unternehmen eine feste Anstellung haben. Wenn Sie sich über Ihren Status nicht im Klaren sind, lassen Sie sich durch uns beeraten. Wir geben Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail Auskunft – für Vereinsmitglieder übrigens ganzjährig kostenlos! Dazu gibt es jede Menge weitere Vorteile. Alle anderen zahlen für eine fundierte und zielführende 60minütige Beratung eine Pauschale, damit unsere Vereinsmitglieder nicht benachteiligt werden.

Ab welchem Mindestverdienst zahlt man der Künstlersozialkasse Beitrag?

Freischaffende Künstler und Publizisten können der Künstlersozialkasse beitreten, wenn sie ihre Tätigkeit dauerhaft und gewerbsmäßig betreiben. Der Mindestverdienst muss nach Abzug der Betriebsausgaben höher als 3.900 Euro für ein Geschäftsjahr sein. Für Berufsanfänger gilt diese Verdienstgrenze in den ersten drei Jahren nur bedingt. Auch später dürfen Sie diese Mindestgrenze innerhalb von sechs Jahren zweimal unterschreiten, ohne dass Sie die Künstlersozialkasse verlassen müssen.

Wie hoch ist der zu zahlende KSK Beitrag?

Der monatliche Beitrag richtet sich nach dem Einkommen. In der Regel fordert die Künstlersozialkasse ab Ende September die Mitglieder auf, das voraussichtliche Einkommen für das kommende Jahr bis 01.12. zu melden. Auf der Basis dieser Schätzung legt die KSK den neuen Beitrag fest. Wie hoch Ihr monatlicher Beitrag zur Künstlersozialkasse genau ausfallen wird, können Sie mit unserem KSK Beitragsrechner schon im Vorfeld ziemlich genau berechnen. Wer sich verschätzt hat und feststellt, dass er weniger oder mehr als ursprünglich angegeben verdient, kann das jederzeit der KSK melden. Den korrigierten Angaben folgt ein geänderter Monatsbeitrag. Eine rückwirkende Anpassung erfolgt dabei nicht. Deshalb sollten Sie sofort reagieren, wenn Sie erkennen, dass Ihr Einkommen von den geschätzten Angaben abweicht. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre freiberufliche Tätigkeit die Aufnahmekriterien der Künstlersozialkasse erfüllt, können Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail an Freie Wildbahn e.V. wenden. Der persönliche Beratungsservice gilt nur für Mitglieder. Bei Fragen einer Mitgliedschaft vereinbaren Sie am besten mit uns ein Erstgespräch.

Wie kann ich mich anmelden und der Künstlersozialkasse Beitrag zahlen?

Wer rasch versichert sein will, sollte nicht zögern, mit der KSK Kontakt aufzunehmen. Eine vorherige Beratung durch unsere Experten von Freie Wildbahn e. V. hilft Ihnen allerdings dabei, die Vorteile der KSK auch so zu nutzen, dass es optimal zu Ihrer aktuellen Situation passt. Gleichzeitig helfen wir Ihnen, schwerwiegende Fehler bei der Beantragung der KSK Mitgliedschaft zu vermeiden. Das beginnt bereits mit dem Datum der Meldung bei der KSK. Bis über den Antrag endgültig entschieden ist, können allerdings nochmal Monate vergehen. Die notwendigen Aufnahmeformulare können per Post angefordert werden. Schneller geht es, wenn Sie die Unterlagen auf der Website der KSK downloaden. Mit der Antragstellung fordert die KSK von Ihnen Nachweise über die freiberufliche Tätigkeit. Das können Verträge von Veranstaltern oder Veröffentlichungen sein. Berufsanfänger, die noch kein umfangreiches Werk vorweisen können, müssen dennoch aufgenommen werden. Die KSK wird dann das Mitglied nach einer gewissen Zeit noch einmal überprüfen. Auch in diesem Fall erteilt Ihnen der Verein Freie Wildbahn e. V. als Mitglied kompetente Auskunft. Sie sind noch kein Mitglied? Dann informieren Sie sich gerne über die zahlreichen lohnenden Vorteile, die Sie als Mitglied von Freie Wildbahn e.V. nutzen können!




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