10. Juni 2017

Künstlersozialabgabe sinkt 2018 erneut: auf 4,2%

Das Bundesministerium für Arbeit möchte deutsche Unternehmer entlasten. Die Künstlersozialabgabe soll nach übereinstimmenden Medienberichten ab 2018 um 0,6% auf 4,2% gesenkt werden. Das Ministerium unter Führung von Andrea Nahles (SPD) hat bereits eine diesbezügliche Verordnung ausgearbeitet. Mittlerweile gibt es in Deutschland bereits beinahe 190.000 Versicherte in der Künstlersozialkasse.


Durch die von den verwertenden Unternehmen zu entrichtende Künstlersozialabgabe werden die Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung der in der KSK Versicherten mitfinanziert. Auf diesem Weg bringen deutsche Verwerter allein 2017 voraussichtlich mehr als 300 Millionen Euro KSK-Abgabe auf, was 30% der Sozialbeiträge entspricht. Hinzu kommen weitere 20% durch den Bund. Die restlichen 50% müssen die Künstler und Publizisten selbst aufbringen – ebenso wie ein Arbeitnehmer.


Eine Senkung des Abgabesatzes ist erneut möglich geworden, da in den vergangenen beiden Jahren etwa 50.0000 abgabepflichtige Verwerter neu registriert werden konnten. Dadurch gibt es insgesamt mehr zahlungspflichtige Firmen und jedes einzelne Unternehmen kann ab 2018 mit einer um 0,6% geringeren Künstlersozialabgabe belastet werden.

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